Eine kurze Einführung in das Runen- und Item-System von League of Legends

Einleitung

Eigentlich hatte ich nie besonders viel mit MOBAs (Multiplayer Online Battle Arena) zu tun. Ich war immer sehr auf First Person Shooter und weiter ausgedehnt auf Rennspiele, um genau zu sein auf die F1-Reihe, fokussiert.

Bevor ich mir Anfang 2021 einen PC zusammengestellt habe, verbrachte ich meine hauptsächliche Spielzeit noch auf der PS4 und das insbesondere mit Spielen wie Battlefield 1 oder Call of Duty Modern Warfare (2019). Schon zum Ende meiner Spielzeit auf der PS4 wendete ich mich jedoch auch anderen Genres als dem der Shooter zu. So habe ich zum Beispiel im Jahr 2020 einen Großteil meiner Freizeit mit dem 3D-Fighter For Honor verbracht.

Als ich dann meinen PC fertig aufgebaut habe, wurde ich recht zeitnah danach von einem Freund dazu gedrängt das Spiel League of Legends auszuprobieren. Zuerst war ich sehr skeptisch, ich habe abseits meiner Kindheit nie wirklich Echtzeit-Strategiespiele (woraus MOBAs, wie DOTA und League of Legends, hervorgingen) gespielt. Zudem habe ich bereits vorher sehr viel Negatives über das Spiel und seine Community gehört. Dies beinhaltete zum einen das sehr komplexe Spielsystem, welches für einen Anfänger nahezu unmöglich erlernbar zu sein scheint, zum anderen sei die Community des Spiels aber auch sehr toxisch, was es Anfängern nur noch mehr erschwert einen Einstieg zu finden.

Nachdem ich mich dann doch habe überreden lassen installierte ich das Spiel und spielte das Tutorial, welches berüchtigt dafür ist, einer der schlechtesten Einstiege in ein Multiplayer-Spiel zu sein, da es kaum Funktionen und Abläufe des tatsächlichen Spiels erläutert. Zwar wird einem gezeigt, wie die Steuerung und, im Groben, das Interface funktioniert, jedoch wird jeder Aspekt, welcher nur ein wenig kompliziert erscheinen könnte, ausgelassen. Auch ich merkte von Anfang an, dass dies wohl kaum der ganze Komplexitäts-Umfang des Spieles sein kann.

Nun stand ich gewissermaßen einer Feuertaufe gegenüber: Nach dem Tutorial spielte ich mit meinem Freund, welcher mir zuvor das Spiel empfohlen hatte, das erste Match mit und gegen andere Spieler. Und alles lief, wie ich es mir bereits nach Abschluss des Tutorials ausgemalt hatte. Ich verstand wenig vom eigentlichen Spielprinzip und war mit der gesamten Situation recht überfordert, was aus meiner heutigen Perspektive wenig verwunderlich ist, da das Spiel einen erschlagenden Umfang besitzt.

Um nun ein wenig auf das Spiel selbst einzugehen, werde ich nun den Launcher grob erläutern, um so beispielhaft zu verdeutlichen, wieso das Spiel nicht anfängerfreundlich gestaltet ist.

Die Launcher-Basics

Der Launcher hat, genau wie das Tutorial von League of Legends, einen recht schlechten Ruf. So basiert er auch heute noch quasi auf dem System, welches beim Release des Spieles vor nunmehr 12 Jahren etabliert wurde.

Screenshot aufgenommen am 09. 05. 2022

Zuallererst könnte eventuell auffallen, dass die Qualität des Bildes ein wenig unscharf wirkt. Dies liegt jedoch nicht daran, dass mein System eine niedrige Auflösung besitzt. Der Grund ist lediglich darin zu verorten, dass das Spiel nur 3 Auflösungsstufen (1024 x 576px, 1280 x 720px & 1600 x 900px) für den Launcher anbietet. Tragisch ist dies nun nicht weiter, jedoch verdeutlicht es nur, wie alt dieser Launcher nun bereits ist. Valorant, auch ein Titel vom League of Legends Entwickler Riot Games, hat im Vergleich zu LoL ein zeitgemäßes und übersichtliches Hauptmenü.

Was außerdem direkt auffallen wird, ist die schiere Menge an Informationen, welche einem direkt beim Start des Spieles aufgetischt wird. Dabei wichtig zu erwähnen ist, dass einem die Funktionen der Reiter und Ähnlichem nicht vom Spiel erläutert werden.

So werden durchaus wichtige Unterpunkte am oberen rechten Bildschirmrand, wie das Loot-Inventar (Schmiedehammer) und die sogenannte „Collection“ (Rucksack) (ja, dies sind tatsächlich zwei unterschiedliche Menüpunkte) mit für Anfänger unwichtigen Menüpunkten, wie dem „Store“ (übereinandergestapeltes Gold) und dem „Your-Shop“ (U auf Spielkartensymbol) vermischt. Dabei dient das Loot-Inventar hauptsächlich dem Sammeln und darauffolgendem Einlösen von sogenannten „Champion-Shards“ mit welchen sich neue Champions vergleichsweise kostengünstig freischalten lassen. Die Collection hingegen ist ein wenig komplizierter.

Screenshot aufgenommen am 09. 05. 2022

Nun befinden wir uns in eben jener Collection und werden als neuer Spieler komplett von Informationen überschüttet. Zugegeben: Anfangs befinden sich nur einige wenige Champions und kaum bis keine Skins sowie Emotes, Icons, Wards und Chromas in der Collection, weswegen zumindest diese Unterpunkte ein wenig übersichtlicher ausfällt. Gehen wir also zu dem ersten wichtigen Menüpunkt über, den Runen.

Runen

Screenshot aufgenommen am 09. 05. 2022

Runen geben einem in League of Legends spezielle zusätzliche passive Fähigkeiten sowie Boni auf bestimmten ausgewählten Werten. Diese werden im Gegensatz zu den Items, auf welche später noch eingegangen wird, bereits vor Spielstart festgelegt.

Zugegeben: Bis Summoner-Level 8 (das Summoner-Level sieht man oben rechts unter dem eigenen Profilbild) schaltet man dieses Menü nicht frei, was jedoch trotz dessen wenig von der eigentlichen Komplexität wegnimmt. Erst ab Level 15 wird es einem erlaubt seine Runen vollumfänglich anzupassen. Vor Summoner-Level 8 wird einem automatisch eine halbwegs passende Rune zugewiesen.

Erstellen wir also kurz ein neues Runenset:

Screenshot aufgenommen am 09. 05. 2022

Erneut wird man als unwissender Spieler gerade zu erschlagen. Man sieht viele Symbole, aber keines eben dieser Symbole wird in diesem Bildschirm erklärt. Wählen wir also beispielsweise einmal den Runenbaum „Precision“ aus.

Screenshot aufgenommen am 09. 05. 2022

Dasselbe Spiel erneut: Es tauchen viele neue Information auf, und es wird einem keine Einführung gegeben.

Um nun also ein wenig Licht ins Dunkle zu bringen:

Auf der linken Seite sehen wir unter den 5 farbigen Symbolen, welche die Runenbäume symbolisieren, erneut 4 Symbole. Diese sind die sogenannten Keystones. Von diesen gibt es in jedem Runenbaum bei Precision und Domination 4 und bei den Runenbäumen Sorcery, Resolve und Inspiration 3 unterschiedliche, womit wir in der Summe auf 17 unterschiedliche Keystone-Runen kommen. Wir müssen uns aber immer auf eine dieser Keystone Runen festlegen. Generell gilt im Runenmenü immer die Regel, dass man nur eine der in den Reihen aufgeführten Runen auswählen kann.

Und damit kommen wir auch bereits zu den Runen, welche unter den Keystones aufgeführt sind. Hier finden wir 3 unterschiedliche Reihen vor, aus welchen wir immer jeweils eine der drei angezeigten Runen auswählen können. Es würde jedoch nun den Rahmen sprengen sowohl die Keystones als auch die Unterrunen im Detail zu erläutern.

Auf der rechten Seite können wir erneut einen Runenbaum auswählen. Dieser stellt den sekundären Runenbaum dar, aus welchem wir zwar keine Keystonerune auswählen können, dafür können wir jedoch erneut 3 Runen des eigentlichen Baumes auswählen. Wählen wir zur Veranschaulichung einmal den Domination Runenbaum aus:

Screenshot aufgenommen am 09. 05. 2022

Hier sehen wir dann erneut die gleichen 3 Reihen wie schon zuvor bei unserem primären Runenbaum. Jedoch können wir hier nur zwei der insgesamt 9 Runen auswählen, wohingegen sich bei der Primärrune 3 von 9 auswählen lassen.

Der letzte Aspekt der Runen ist jener, welcher in der unteren rechten Ecke vorzufinden ist. Dort sehen wir mehrere Symbole, welche die Werte im Spiel symbolisieren. So können wir erneut in jeder Reihe einen der Boni auswählen. Folgend eine kleine Auflistung der angezeigten Symbole und was diese bedeuten.

Champion-Stats

Adaptive Force repräsentiert sowohl magischen als auch physischen Schaden, je nachdem welche Schadensart ein Champion hauptsächlich verursacht bekommt er auf den jeweiligen Wert einen Bonus. Dieser Bonus gewährt einem entweder 9 zusätzliche Attack Damage (Phsysischer Schaden) oder Ability Power (Magischer Schaden).

Attack Speed ist die Geschwindigkeit, mit welcher man sogenannte „Auto-Attacks“ vollführt. Je nach Champion sind teils wichtiger als die eigentlichen Fähigkeiten. Wählt man im Runenbaum diesen Wert bekommt man einen prozentualen Bonus auf eben diesen.

Ability Haste verringert, wie der Name bereits impliziert, den Cooldown, also die Abklingzeit, der Fähigkeiten des Champions. Der eigene Champion bekommt 8 Ability Haste, wenn man diesen Bonus wählt.

Armor ist der Wert, welcher die Standfestigkeit gegen physische Angriffe und Fähigkeit repräsentiert. Man bekommt 6 zusätzliche Armor, wenn man diesen Bonus wählt.

Magic Resist funktioniert genau wie Armor, jedoch stellt diese im Gegensatz zur Armor die Standfestigkeit gegen magische Angriffe und Fähigkeiten dar. Beim Auswählen dieses Bonus bekommt der eigene Champion 8 zusätzliche Magic Resist.

Health gibt dem Champion, wenn man es im Runenbaum wählt, zusätzliche Lebenspunkte. Dieser Wert skaliert im Gegensatz zu den anderen mit dem Level.

Wichtig anzumerken ist, dass dies längst nicht alle Stats sind, welche im eigentlichen Spiel vorkommen. Eine Erklärung aller Werte würde aber den Rahmen dieses Beitrags überschreiten.

Ein Beispiel für die Erstellung eines Runensets

Splashart von Mordekaiser, © Rechte des Bildes liegen bei Riot Games, Inc.

Veranschaulichen wir das Runensystem doch einmal an dem Toplane-Champion Mordekaiser. Dieser ist ein Nahkämpfer, welcher sowohl viel Schaden einsteckt als auch austeilt. Als Mordekaiser will man also die Frontlinie im Kampf sein und so die Champions, welche weniger aushalten schützen, indem man sowohl Schaden von den Gegnern abfängt als auch an ihnen ausübt. Mit diesen Informationen im Hinterkopf können wir nun die Runen für den Champion auswählen:

Screenshot aufgenommen am 09. 05. 2022

Als Keystone Rune ist Conqueror ausgewählt. Dieser Keystone gibt zusätzliche Adaptive Force, je länger man in einem Kampf ist. Außerdem bekommt der eigene Champion durch Conqueror 9% Heilung durch jeden Schaden, welchen man an gegnerischen Champions verursacht.

Als erste Basisrune im Precisionbaum benutzen wir Triumph, welche direkt 12% der maximalen Lebenspunkte regeneriert, wenn man einen Takedown erzielt. Zu Takedowns zählen in League of Legends sowohl Kills, welche man selbst macht als auch Kills, an welchen man beteiligt ist.

Die zweite ausgewählte Basisrune ist Legend: Tenacity. Tenacity ist ein Wert, welcher dem eigenen Champion eine Resistenz auf immobilisierende Effekte gibt. So wird man zum Beispiel weniger lang durch bestimmte Fähigkeiten verlangsamt oder paralysiert. Legend: Tanacity gibt einem von dieser eben erwähnten Tenacity bis zu 30%.

Als letzte Basisrune innerhalb des primären Baumes finden wir Last Stand. Diese Rune gewährt zusätzlichen Schaden, je weniger prozentuale Leben der eigene Champion hat. Fällt man also unter 60% der maximalen HP bekommt der eigene Champion 5% zusätzlichen Schaden gegen gegnerische Champions. Dieser Wert kann bis auf 11% steigen, was ab 30% der eigenen maximalen HP erreicht ist.

Im sekundären Baum finden wir als erste Rune Second Wind, welche einem, nachdem man Schaden durch einen gegnerischen Champion erleiden, 4% unserer maximalen HP über 6 Sekunden regeneriert. Dazu kommt noch ein Bonus, welcher vom Level des eigenen Champions in der jeweiligen Runde abhängig ist.

Die zweite Rune im sekundären Baum und damit auch die letzte in unserer gesamten Rune heißt Revitalize. Diese gibt uns einen 4%igen Bonus auf jede Heilung und jedes Schild, welches wir erhalten. Wenn wir dabei unter 40% unserer maximalen HP fallen, wird dieser Effekt nochmal um 10% erhöht. Mordekaisers zweite aktive Fähigkeit gewährt uns ein Schild, mit welchem er sich ebenfalls heilen kann, weswegen diese Rune umso wichtiger ist.

Unser Runenset ist also gänzlich darauf ausgelegt, dass wir möglichst lang in einem Kampf durchhalten. Zusammen mit den Fähigkeiten, welche Mordekaiser besitzt und den Items welche man üblicherweise auf ihm kauft, wird er im späteren Spielverlauf einer der gefährlichsten Champions für alle gegnerischen Champions, die nicht gegen Heilung oder Schilde ausgelegt sind.

Items

Im Gegensatz zu den vorherigen Menüpunkten finden wir bei den Items zuerst einen recht simplen Bildschirm vor, was jedoch den Umfang der Items erst einmal verschleiert. Angezeigt werden uns hier unsere Item Sets. In League of Legends ist es möglich vordefinierte Sets zu erstellen um Items für bestimme Champions schneller zu finden. Meiner Meinung nach ist diese Funktion jedoch gänzlich überflüssig, da man, wenn man mit dem Spiel beginnt mit sehr großer Wahrscheinlichkeit keine oder wenig Ahnung von den Items im Spiel hat. Zudem ist dieses Feature für erfahrenere Spieler ebenfalls unnötig, da man irgendwann ein Gefühl dafür entwickelt, wo sich die Items, welche man benötigt, befinden. Wichtig vorab anzumerken ist, dass ein Champion immer nur 6 Items mit sich führen kann, wobei es egal ist welche Kategorie diese besitzen. Kaufen kann man Items nur beim Händler im Spawn (auch Fountain) des eigenen Teams.

Öffnen wir nun also das eigentliche Item Menü über das Standart-Item-Set, erkennen wir ein bekanntes Muster: Hat man keine Ahnung vom Item-System von League of Legends, wird man hier erneut mit Informationen und Optionen überhäuft. So existieren im Spiel insgesamt etwa 220 unterschiedliche Items, welche aber nicht alle grundsätzlich unterschiedlich sind.

Die Items in League of Legends besitzen verschiedene Kategorien, womit man sie unterscheiden kann. Diese werden im Folgenden wieder in einer Auflistung erläutert.

Item-Kategorien

Starter-Items

Diese Items sind vor allem für die frühe Phase einer Runde gedacht, da sie einen stärkeren Effekt besitzen als vom Preis vergleichbare Standart-Items. Im Gegenzug zu diesen Standart-Items können sie jedoch meist nicht für das Erwerben anderer Items genutzt werden. Beispiele für Starter-Items sind Dorans Blade oder Dorans Shield. Eine Ausnahme bilden hierbei die Support-Starter-Items, welche sich nach dem Erfüllen einer oder mehrerer Aufgaben in ein besseres Item verwandeln. Ein Beispiel hierfür ist das Mage-Support-Item Spellthief’s Edge.

Basic- / Standart-Items

Diese grundlegenden Items, wie zum Beispiel das Longsword, können zusammen mit anderen Items benutzt werden, um bessere Items zu kaufen. Sie besitzen in der Regel keine besonderen Effekte und bringen lediglich Boni für die bereits bei den Runen erklärten Werte mit sich.

Schuhe

Die Schuhe stellen eines der essenziellsten Items in League of Legends dar, da sie, im Vergleich mit anderen Items, starke Boni für wenig Gold mit sich bringen. Einer dieser verstärkten Werte ist die Laufgeschwindigkeit, welche einer der stärksten Werte im Spiel darstellt. Insgesamt gibt es 8 verschiedene Paar Schuhe, welche, mit Ausnahme von den normalen Schuhen, alle einen bestimmten Wert verstärken oder Effekt besitzen.

Epic Items

Epic oder epische Items sind zumeist die Hauptkomponente eines legendären oder mythischen Items, welche die nächstgrößere Stufe darstellen. Epische Items besitzen meist besondere Effekte, wodurch sie besonders im frühen Spielverlauf einer Runde essenziell sein können. Sie bestehen außerdem in den allermeisten Fällen aus Standart-Items.

Legendary Items

Legendäre Items sind quasi die letzte Stufe der Items. Sie können, mit einigen Ausnahmen, nicht weiter in andere Items gecraftet / geshoppt werden. Sie bieten im Vergleich zu ihrem Goldpreis starke Boni auf die Werte eines Champions sowie ausschlaggebende passive und / oder aktive Fähigkeiten.

Mythic Items

Ebenso wie Legendary Items stellen sie die letzte Stufe von Epic und Standart-Items dar. Auch wie Legendary Items bieten sie starke Boni auf die Werte des eigenen Champions sowie passive als auch aktive Fähigkeiten. Jedoch sind Mythic Items teurer als Legendary Items, bieten aber im Gegenzug auch bessere Werte als diese. Zudem besitzt jedes Mythic Item noch eine zusätzliche passive Fähigkeit, wodurch der eigene Champion noch mehr Boni auf Werte bekommt, wenn er weitere Items erwirbt.

Ein Beispiel für die Zusammensetzung eines Mythic-Items

Veranschaulichen wir die Zusammensetzung eines mythischen Items nun erneut anhand von Mordekaiser.

Dies ist das mythische Item Riftmaker. Es gewährt dem eigenen Champion verschiedene zusätzliche Boni auf Werte. So bekommt der eigene Champion 80 zusätzliche Fähigkeitenstärke, 15 Ability Haste, +300 maximale Lebenspunkte sowie 8% Omnivamp, welches einen um 8% jeglichen Schadens, welchen man gegen Champions, Monster oder Minions austeilt, heilt.
Die passive Fähigkeit von Riftmaker verleiht dem eigenen Champion bis zu 9% Bonusschaden, wenn man im Kampf mit feindlichen Champions ist. Dabei besteht dieser, wenn er voll ausgereizt ist zu 100% aus absolutem Schaden, welcher nicht von Armor oder Magic Resist beeinflust wird.

Zudem bekommt der eigene Champion mit jedem weiteren Item (der Riftmaker selbst ist davon ausgeschlossen) was er erwirbt zusätzlich 2% Omnivamp und 8 Fähigkeitenstärke.

Gebaut wird der Riftmaker wie folgt:

Zum einen benötigt man das epische Item „Leeching Leer“. Dieses gewährt den Omnivampbonus, sowie einen Bonus auf Ability Power und die maximalen Lebenspunkte. Zum anderen wird das Standart-Item „Blasting Wand“ benötigt, welches nur einen Bonus auf Ability Power mit sich bringt, welcher jedoch vergleichsweise stark ist.

In den allermeisten Fällen kombinieren sich die Effekte und Werte der Items woraus ein craftbares Item besteht. Das Kombinieren der verschiedenen Items bringt außerdem den Vorteil mit sich das man weniger Platz im Inventar verbraucht, wodurch man wieder mehr Items kaufen kann.

Spells

Spells, oder auch Summoner Spells, sind Fähigkeiten (ja erneut), welche man vor Spielstart auswählen kann, wohingegen sie anders als die Runen jedoch aktiver Natur sind. Vor einer Runde lassen sich zwei der Spells (außer Clarity und Mark) im normalen Summoners Rift, also dem hauptsächlichem Spielmodus von League of Legends, auswählen. Außerdem muss man sie mit dem Levelaufstieg freischalten.  Erneut folgt nun eine kleine Auflistung der jeweiligen Fähigkeiten und ihrer Effekte.

Der Spell Ghost gibt dem eigenen Champion für 10 Sekunden einen Buff auf die Bewegungsgeschwindigkeit. Außerdem kann man, wenn man „ghosted“ ist, durch Minions, Monster und Champions hindurchlaufen.

Wenn man den Spell Heal verwendet, heilt man sich selbst und einen verbündeten Champion. Der Verbündete, welcher geheilt wird, ist in diesem Falle immer der, welcher sich innerhalb der Reichweite des Spells und am nächsten an der Maus des Spielers befindet. Außerdem bekommt man selbst und der verbündete Champion zusätzlich noch einen einsekündigen Buff auf die Bewegungsgeschwindigkeit.

Die Barrier verleiht einem selbst einen Schild, welcher 2 Sekunden lang anhält. Schilde fungieren in League of Legends quasi als temporäre zusätzliche HP.

Exhaust erlaubt es einem einen ausgewählten Gegner für 3 Sekunden zu verlangsamen. Außerdem teilt der Gegner, welcher exhausted ist, 40% weniger Schaden aus.

Mit dem Teleport kann man sich zu Strukturen des eigenen Teams teleportieren. Dies inkludiert sowohl Türme als auch Inhibitoren. Benutzt man den Teleport wird der eigene Champion in einen Status versetzt, welcher Channeling heißt. Sollte man, während man channelt immobilisiert werden, wird der Teleport abgebrochen. Ab Minute 14 bekommt man außerdem nach dem Teleportieren einen kurzen Buff auf die Bewegungsgeschwindigkeit. Außerdem kann man sich zusätzlich noch zu verbündeten Minions und Wards teleportieren.

Der Flash ist der wohl wichtigste Spell in ganz League of Legends. Er erlaubt es einem bei Benutzung eine kurze Distanz mit einem Teleport, welcher nicht gechannelt werden muss, zu überbrücken. Dies funktioniert auch über Terrain oder andere Objekte hinweg.

Mit dem Cleanse wird man bei Benutzung von alle immobilisierenden Effekten befreit, welche zum Zeitpunkt der Nutzung auf den eigenen Champion wirken. Außerdem bekommt man für die nächsten 3 Sekunden eine verstärkte Tenacity, durch welchen die Stärke von Immobilisierungen um 65% verringert wird.

Der Ignite erlaubt es einen ausgewählten gegnerischen Champion für 5 Sekunden in Brand zu setzen, was diesem Schaden über Zeit zufügt. Außerdem werden Heilungseffekte, welche der brennende gegnerische Champion erhält, reduziert.

Der Smite ist der einzige Spell, welcher essenziell an eine Rolle gebunden ist – nämlich an den Jungler. Beim Benutzen fügt man einem epischen, großen, mittlerem Monster oder einem Minion 450 absoluten Schaden zu. Außerdem heilt man einige Lebenspunkte, insofern man ein Monster gesmitet hat. Sollte man Smite als Spell ausgewählt haben kann man die Items Hailblade und Emberknife im Shop erwerben. Diese zu erklären würde aber den Rahmen dieses Beitrages sprengen.

Fazit

Was macht den Launcher nun aber so kompliziert?

Wie man wahrscheinlich bereits erkennen konnte, ist der Launcher von League of Legends nicht sehr einsteigerfreundlich. Gerade die vielen Optionen, welche Newbies nach dem Tutorial angezeigt werden, verkomplizieren den Einstieg in das Spiel drastisch.

Und wenn man dann doch nach einigen Stunden Spielzeit das Spiel zumindest beginnt zu verstehen, wirft es einem neue Menüs und Optionen vor die Füße, wodurch man das Gefühl eines stagnierenden Fortschrittes hat.

Aus der League of Legends Community gibt es seit einigen Jahren den Wunsch an Riot Games, dass diese einen neuen Launcher aufsetzen und den aktuellen zumindest insoweit optimieren, dass dieser sowohl fehlerfrei als auch einsteigerfreundlich ist. Auf die Fehler des Launchers gehe ich jedoch vielleicht noch in einem weiteren Beitrag ein.

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